Theatergruppe

Seit nunmehr 60 Jahren wird in Oestheim Theater gespielt. In der an Vergnügungen armen Zeit nach dem Krieg entstand die Idee, selbst für etwas Unterhaltung zu sorgen. Die jungen Männer begannen die während der Kriegszeit eingestellte Vereinsaktivität wieder zu beleben. Dem Männergesangverein war dabei schon seit Jahrzehnten eine führende Rolle in Sachen Kultur und Unterhaltung im Dorf zugeschrieben worden. So ging die Laienschauspielgruppe auch aus den Reihen des Vereins hervor.

Der Beginn einer Tradition

dergewissenswurm
Die Laienschauspielgruppe des MGV Oestheim 1948

Am 11. und 12. Dezember 1948 war es dann soweit: zwölf junge Leute standen erstmals auf der Bühne im Gasthaus Wildermann in Unteroestheim. Aufgeführt wurde das Stück „Der Gewissenswurm“ von Ludwig Anzengruber. Zur Besetzung gehörten damals: Hans Schöller, Erna Neuberger, Martha Groß, Annemarie Köhnert, Hans Probst, Fritz Kammleiter, Willi Markert, Hermann Gaymann, Ernst Demmert, Friedrich Kammleiter und Georg Fries. Die Regie übernahm Lehrer und Chorleiter Heinrich Föttinger.

Die Vereins-Chronik berichtet, daß das Spiel von Liedvorträgen und einem Zitherquartett umrahmt worden war.

Dieser Erstauftritt der neu gegründeten Theatergruppe des MGV Oestheim begründete den Anfang einer Tradition von der sich bis heute alljährlich junge Leute begeistern lassen und mit viel Spaß neue Stücke einüben.

Spielleiter (Regie)

Nach der Versetzung von Lehrer Föttinger an die Schule in Schillingsfürst übernahm der spätere Schulrat, Fritz Thoma, von 1956 bis 1959 die Leitung. Seine Nachfolger waren:

– 1960 Willi Uhl (Altspieler)
– 1961 und 1962 Fritz Stöckert (Spieler)
– 1963 bis 1979 Ernst Arneth (Chorleiter)

In den Jahren 1980 bis 1986 gab es keine Theateraufführungen.

Im Jahr 1986 ließ der Vorstand des MGV Oestheim, Karlheinz Hornung, das Theater wieder aufleben und führte seitdem Regie. Nach dem großen Erfolg seines selbstgeschriebenen Stückes 2012 „Oestheim und die Sage vom Bodenlosen Loch“, übergab er die Regie an Harald Hornung, der im Frühjahr 2013 mit „Ruhestand – und plötzlich war die Ruhe weg!“ übernahm.

 

Zu unseren gespielten Stücken